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Camping Vol.3: IM 70.3 WM Zell am See

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20150828_102223Nach gut 10 Tagen Lago stand bei unserer 3-Seen ein Ortswechsel an. Mittlerweile hatte sich im La-Rocca Camp eine schöne Routine etabliert und man hätte mit Sicherheit noch den ein oder anderen Tag dort verbringen können, inkl. diverser Erkundungsfahrten per Velo. Allerdings hatte ich schon vor unserem Urlaub einen Stellplatz auf dem Seecamp Zell am See reserviert - Donenrstag bis Montag. Wie sich später herrausstellte war das auch diesmal aufgrund der einfallenden Triathletenmassen eine gute Entscheidung. 

In Zell stand dieses Jahr die Ironman 70.3 WM erstmals ausserhalb der USA auf dem Programm. Mein Zwillingsbruder Jens hatte sich im Herbst 2014 beim Halb-Ironman Taiwan seinen Startplatz gesichert. Da wir ohnehin einen Zwischenstop auf der Rückreise einlegen wollten lag es also nahe, uns das Spektakel aus der Nähe anzuschauen und ihn Tatkräftig zu unterstützen. Hierzu hatten wir uns auf dem Seecamp am nördlichen Ufer des Zeller Sees eingemietet. Geiler Campingplatz. Direkt am See, gute Ausstattung und ein tolles Restaurant (Cordon Bleu und Kaiserschmarrn kann ich nach mehrmaligem Test empfehlen).

Neben den kulinarischen Highlights liegt der Seecamp hinsichtlich des Ironmans übrigens optimal. Früh morgens kann man per Boot-Shuttle bequem nach Zell fahren und von dort die 1,5km zum Schwimmstart laufen. wenige 100 Meter daneben geht die Radstrecke vorbei und die Laufstrecke führt quasi direkt zwischen Ufer und Campingplatz entlang. Theoretisch sieht man bei geschickter Planung jeden Athleten zwischen Aperitiv, Schnitzel und Kaiserschmarrn 4 x vorbei laufen.

20150829_170616In Zell selber war an diesem Wochenende einiges geboten. Da die Ironman-Jungs gerne jeden Euro mitnehmen verschob man den eigentlichen 70.3 Wettkampf auf Samstag und konnte so 2 Veranstaltungen mit insgesamt um die 5000 Athleten an 2 Tagen durchziehen, inkl. Expo, Merchandizing etc. pp. Es ist ja nicht so dass die Teilnehmer der WM am Sonntag einen Freikarte gezogen hätten. Kostenpunkt immerhin um 250 € - noch Fragen ;-)

Positiver nebeneffekt für den Touristen ist, dass die eigentlich extrem Hohe Anzahl an zu 50% vollverschleierten Arabischen Urlaubsgästen zwischen den exibitionistischen Triathleten nicht ganz so ins Gewicht fällt. Mir wurde gesagt Zell sei durch die Koonstellation von See, Kaprun-Gletscher und Natur ein himmlischer Fleck. Wie auch immer: mitunter war der Anblick einer Burka neben verschwitzen Athleten etwas skuril aber interessant.

Zum Rennen selber:

Jens fuhr am Morgen bei Traumwetter mit dem Shuttle Boot nach Zell, wanderte zur Wechselzone und machte sich schwimmfertig. Die Wechselzone liegt übrigens auf dem Sportplatz in Schüttdorf und ist enorm lang (handgestoppt über 1/2 km. Soll aber ein Toller Rasen sein. Aufgrund der Wellenstarts und der einfachen Streckenführung (950m hin, ebenso zurück) gestaltet sich das Schwimmen relativ stressfrei. Jens kam gut durch und brauchte für die Strecke knapp unter 30min.

20150830_092043Auf dem Rad geht es dann erst mal in ordentlichem Tempo zur Sache. die ersten Kilometer führen mit Höhenmeterverlust bis kurz vor Lend/Embach. Ab dann hat man sich allerings lange genug über seinen hohen Schnitt gefreut: es geht 15 km Bergauf über Dienten Richtung Hochkönig. Speziell die letzten 2,5km ab Berg haben es in sich. Ich bin die Strecke selber auch schon gefahren und muss sagen: mit der 39-25 Übersetzung auf meinem Leihbike hatte Jens da sicher keinen Spass. Nach erreichen des Scheitelpunkts bei km 30 ist der Drops zwar gegessen aber noch nicht gelutscht. Man hat bis dahin zwar so ziemlich alle Höhenmeter der Gesamtdistanz überwunden, aber wer im ersten Drittel mit frischen Beinen viel investiert muss hinterher evtl. Dafür bezahlen. Jens kam jedenfalls relativ gut durch, Radzeit um 2:31.

Ein großes Manko der Veranstaltung war die unzureichende Versorgung mit Riegel und Gels auf der Radstrecke. Es gab zwar unmengen Wasser und Iso, aber !!!NULL!!! Gels und nur gedrittelte Riegel und die auch nur an 5meter innerhaln der Stationen. Wenn man mit Wenig Iso und kaum Verpfelgung antritt und sich auf den Veranstalter verlässt kann das ein Problem werden....

...spätestens beim Laufen. War dann auch so. Wenig Energie und die Hitze jenseits der 30° zwangen Jens das Tempo zu drosseln und mit mäßigem Halbmarathon von 1:42h abzuschließen.  die hohe Endzeit von 4h55 ist der Langen Wechselzone und verutlich auch etwas gebummel geschuldet. 

Alles in allem ein Interessantes Wochenende. Geiles Wetter, Toller Camping-Platz. Deutscher Doppelsieg beim Rennen Viel AUSSI AUSSi Go Go Rufe. Nach einem abschließendem Cordon Bleu und Kaiserschmarrn sind wir Montag abgereist. Der IM 70.3 Zell am See ist bei diesen Bedingungen definitiv eine Reise Wert. 

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