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Rennbericht Challenge Heilbronn 2015

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Zielbreich VortagAuch wieder vorbei: mein erster Triathlon der Saison, diesmal die Challenge Mitteldistanz in Heilbronn. Der Wettkampf wurde als optimale Vorbereitung 3 Wochen vor Roth angepriesen und lag folgerichtig gemäß der Standard-Trainingsperiodisierung am Ende der Kompensationswoche der Build II Phase. Somit sollte man schon saumäßig fit und ausgeruht an den Start gehen können.


In den letzten Jahren sind wir immer mit anderen RV’lern beim mittlerweile Konkurrenzprodukt Ironman Kraichgaz an den Start gegangen. Dieser wäre 2 Wochen früher gewesen. Ich hatte leider für Kraichgau die Anmeldung verpennt und musste den Stefan Rauch alleine in Bad Schönborn starten lassen. Zum Glück war der Ansturm in Heilbronn wohl nicht ganz so stark, sodass es noch Startplätze gegeben hatte.
Zusammen mit meinem Privat-Menthalcoach Sabrina und Sportfreund Jürgen sind wir also Samstags nach Heilbronn angereist. Der Contest hieß früher City-Triathlon und machte seinem Namen alle Ehren: alles wichtigen Punkte wie Start, T1 + T2 sowie Ziel in max. 5min Fußweg zu erreichen. Zudem wartet Heilbronn mit ordentlich viel Herbergen auf, sodass der einzige Stress die Parkplatzsuch nach der Ankunft ist. Wir hatten den Multivan mit einigen 1000€ Radmaterial sicher vor einer stark frequentierten oriental angehauchten Kneipe geparkt - also relativ sicher.
Im Ernst: zwar war es in Kraichgau immer toll am Vortag nochmal einen chilligen Badetag am Hardtsee einzulegen, aber die permanente Fahrerei nervt einfach.
Weiterere positiver Effekt: T1 und T2 liegen in einem Parkhaus. hierdurch entstehen zwar extremste Laufwege vor, während und nach den Wechseln (Siegerwechselzeit: über 4 min gesamt!!!), dafür entfällt der Logistikstress mit Wechselbeutelabgabe am Vortag. Rad Checkin am Samstag Nachmittag, Wechselzone komplett fertigmachen mit Schuhe neben Rad stellen, etc. am Sonntag morgen.

Zum Rennen:
Schwimmstart in der ersten Gruppe Punkt 9 Uhr. Wie schon oft zuvor war ich extrems nervös und hatte teilweise schon vor dem Schwimmen und Panik. Der Verlauf der Schwimmstrecke im Neckar immer nahe am Ufer und die Gewissheit die Distanz im Training schon 3x hintereinander absolviert zu haben, waren dann Punkte die doch etwas beruhigten. Lediglich der Passus in den Startunterlagen „wer ans Ufer schwimmt wird disqualifiziert“ löste wieder etwas unverständis aus. Andere Veranstalter bauen extra noch Bojen für in Not geraten Teilnehmer auf….
Durch die Vorpanik bremst man sich natürlich immer ziemlich aus, zumindest im ersten Teil der Strecke. Positiv: je länger die Distanz umso unwichtiger ist meiner Meinung nach die Sekundenhats zu Beginn. In Heilbronn hat’s jeweils ganz gut gepasst. Keine Probleme, zwar nicht übermäßg schnell aber relativ happy sprang ich nach einer mittleren 29er Zeit die Stufen zur Strasse wieder hoch. die Offizielle Zeitmessung erfolgte ca. 250m später am Wechselparkhaus.

Wechsel1: Treppe hoch bis Ebene 3, dann mit Neo runterlaufen bis Ebene 0, Dixi, zum Rad, Wechsel, Rad nehmen und losdampfen. Interessant: in T1 lagen zu der Zeit noch keine Teppiche. Es war lustig rutschig.

Radfahren: ich hatte vorher schon das Profil studiert. Es geht hoch und runter und das permanent. Dazu kommt, was auf dem Papier nicht ersichtlich ist, ein Links und Rechts und das auf teilweise schmalen Strässchen durch die Felder. Zum Glück wars nicht nass, sonst wäre noch ein Rutsch und Sturz aufgrund der Traktorenspuren dazugekommen.  
Ich bin recht gut weggekommen und konnte von Beginn an überholen. Insgesamt wurde ich auf der gesamten Strecke auch nur von 2 Fahrern überholt, von denen ich  einen zu Ende hin wieder einsammeln konnte. Lag vermutlich auch an der lockeren recomSchwimmperformance zuvor. Nach einer guten Stunde merkte ich aber, dass die Oberschenkel doch nicht ganz so viel Dampf hatten und musste auch mit dem noch kommenden Halbmarathon im Hinterkopf etwas Leistung heraus nehmen. altDie Strecke entsprecht leider so nicht unbedingt dem wofür ich trainiert hatte. Lange Intervalle in Aeroposition mit mittlerer Intensität unterhalb der FTP sind doch was anderes als die gefragte Laktattoleranz mit Leistungen am Berg FTP+X % und steilen Abfahrten ohne Treten. Als Verpflegung hatte ich diesmal ein zuvor schon getestetes Gemisch aus 200g Maltodextrin und 40g Rohrzucker + etwas Salz in einer 750g Radflasche. Ist billig und energetisch dennoch gut. Irgenwie bildete ich mir aber ein, von dem Zeug kommt nichts in den Beinen an und schob statt dem letzten Drittel der Flasche Sicherheitshalber noch 2 Gels der dargereichten 32GI Marke hinterher. Ich hatte mittlerweile durch lautes Zurufen in der Wechselzone auch herausgefunden wie die zu öffnen sind: „KNICKEN“. Vollgetakt ging es so zum letzten Teil der über 93km Radstrecke. Ging zum Schluss ganz gut. Letztendlich muss ich mit den 2:44min bei handgestoppten 1100HM zufrieden sein.

Wechsel 2: Rad ins Parkhaus Ebene 0 und abstellen, wechseln, hochlaufen bis Ebene 4!!! (mittlerweile gabs Teppiche, wir hatten aber auch Turnschuhe an) Treppe runter, Dixi und raus. Interessant.

Lauf: ich war zu dem Zeitpunkt etwas angefressen ob der mässigen Radzeit - hatte mir aufgrund der vielen und guten Trainingskilometer mehr erwartet - und wollte den eigentlich nur noch mit möglichst wenig Aufwand ins Ziel kommen. Zu Beginn standen gleich unsere Supportermädels, was schön motivierte. Zudem war ich auch nicht schlecht drauf. Also Tempomat nach Gefühl eingestellt und auf die relativ ebene Laufstrecke. Die ersten 3-4km machten sich dann auch die Gels am Ende der Radstrecke bemerkbar, weswegen ich mich etwas zurückhielt, was das Tempo anging. Beim Mitteldistanzlauf hatte ich schon einige böse Einbrüche hervorgerufen durch Magenprobleme erlebt und auch entsprechende ernährungsmäßig schon etwas herumprobiert. Praktisch bewärt sich bei mir von Beginn an: Cola + Wasser und zwar je nach Bedarf an jeder Station ein bisschen.
Zu laufen gab es insgesamt 3 Runden. Tempo blieb konstant. Ab km 16 hatte ich dann mal Gefühl noch etwas angezogen um in den genuss schöner schwerer Beine zu kommen. Hat teilweise geklappt. Mit der 1:21 Laufzeit kann ich gut leben. vor 4 Jahren war das noch im Bereich meiner Halbmarathon Bestzeit. (die Schmach des +4er Kilometers lag übrigens an einem kurzen Stop indem ich mein Nummernband neu befestigt hatte)

altResumee: ordentlicher Testwettkampf für die kommende Challenge Roth.
- Ich hatte keine Panik beim Schwimmen, somit oberstes Ziel erreicht. Leistung: naja, aber ich denke das Tempo auf der kompleten 3,8km Strecke halten zu können. Insgesamt 106er Schwimmrang.
- Radfahren ist ein Langzeitprojekt. Es fehlt der Dampf nach oben raus, Kraft, Kraftausdauer. Ausdauer passt. Ich muss im Rennen wohl auch öfter was riskieren. Insgesamt Rang 58
- Laufen: ordentlich, vermutlich auch aufgrund der fehlenden Ausbelastung auf dem Rad. Rang 15
- Gesamtrang 39, 5.AK M35
- Aber: die Wechselzeiten waren einfach grottenschlecht. Alleine hier hab ich das AK-Podium liegen gelassen. insgesamt auf die Top-Akteure knapp 4min30 verloren. Ok, 2 x Dixi, aber auch viel gebummelt.   

Der Wettkampf ansich ist eine schöne Sache. relatv Stressfrei - kurze wege. Das Starterfeld war zumindest bei den Profis auch sauber besetzt. Leider ist Heilbronn nicht unbedingt eine schöne Stadt. Aber: ich komme nächstes Jahr wieder.

Result: Swim  30:31 / T1 4:15 / Bike 2:43:21 / T2 4:43 / Run 1:21:26 ergibt 39. Gesamt (758 Finisher) + 5. AK M35

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